Über das Werk
Adriano in Siria ist eine Opera seria von Antonio Caldara auf ein Libretto Pietro Metastasios, das den Stoff nach den antiken Quellen Cassius Dio und Aelius Spartianus gestaltet. Das als Auftragswerk für Kaiser Karl VI. entstandene Werk wurde im November 1732 am Wiener Hoftheater uraufgeführt, mit Bühnenbildern von Antonio Galli da Bibiena und Balletteinlagen von Nicola Matteis dem Jüngeren.
Handlung
Der römische Kaiser Hadrian verliebt sich in die parthische Prinzessin Emirena, obwohl er mit der Patrizierin Sabina verlobt ist. Zwischen Eifersucht, einem Mordanschlag und politischen Ränken muss er sich zwischen Leidenschaft und Pflicht entscheiden; am Ende begnadigt er seinen Rivalen Osroa, Emirena vermählt sich mit Farnaspe, und Adriano kehrt zu Sabina zurück.
Kulturelle Bedeutung
Metastasios Text zählt zu den meistvertonten Libretti des 18. Jahrhunderts: Nach Caldaras Uraufführung folgten binnen weniger Jahrzehnte über 60 weitere Vertonungen, darunter durch Pergolesi (1734), Hasse (1752) und Cherubini (1782).
