Über das Werk
Farsa per musica (melodramma sentimentale) in einem Akt von Pietro Generali nach einem Libretto Gaetano Rossis, uraufgeführt am 15. oder 16. September 1810 im Teatro San Moisè in Venedig. Rossi bearbeitete für den Text die französische Opéra comique „Lisbeth" (1797) von André Grétry und verlegte die Handlung in ein Schweizer Bergdorf.
Handlung
Die junge Adelina wurde vom Offizier Erneville verführt, hat mit ihm ein Kind bekommen und wird deshalb von ihrem Vater aus dem Haus verstoßen. Ein wohlmeinender Lehrer setzt sich für sie ein, bis Erneville zurückkehrt, seine Schuld eingesteht und Adelina heiratet, worauf sich auch der Vater mit ihr versöhnt.
Kulturelle Bedeutung
Adelina wurde zum größten Erfolg der Saison am Teatro San Moisè im Herbst 1810 – kurz bevor am selben Haus mit „La cambiale di matrimonio" die erste Farsa des jungen Gioachino Rossini herauskam, der Generali als führenden Komponisten dieses Genres in Venedig bald verdrängen sollte. Das Werk wurde bis in die 1830er Jahre unter anderem in München, Barcelona, Dresden, Stuttgart, Amsterdam und Lissabon nachgespielt und 2010 beim Festival „Rossini in Wildbad" wiederentdeckt.
