Über das Werk
Achille in Sciro ist ein Dramma per musica in drei Akten nach dem vielfach vertonten Libretto von Pietro Metastasio, dessen erste Vertonung 1736 Antonio Caldara zur Hochzeit Maria Theresias in Wien lieferte. Niccolò Jommellis erste Fassung entstand für den Wiener Hof und wurde am 30. August 1749 im Burgtheater uraufgeführt.
Handlung
Der junge Held Achilles wird von seiner Mutter, der Meeresnymphe Thetis, als Frau verkleidet an den Hof des Königs Licomede auf die Insel Skyros gebracht, um ihn vor der ihm prophezeiten Todesgefahr im Trojanischen Krieg zu bewahren. Unter dem Namen Pirra verliebt er sich dort heimlich in die Königstochter Deidamia. Als der listenreiche Ulisse eintrifft, um den für den griechischen Sieg unentbehrlichen Achilles aufzuspüren, gelingt es ihm schließlich durch eine List, dessen wahre Identität zu enthüllen und ihn zum Feldzug nach Troja zu bewegen.
Kulturelle Bedeutung
Metastasio selbst lobte Jommellis Wiener Vertonung ausdrücklich, obwohl der Text insgesamt als wenig populär galt. 1771 überarbeitete Jommelli die Oper für das Teatro delle Dame in Rom, wo aus Zensurgründen sämtliche weiblichen Partien – etwa die der Deidamia – von männlichen Sängern übernommen wurden.