Über das Werk
Abessalom und Eteri ist eine georgische Oper in vier Akten von Sakaria Paliaschwili nach einem Libretto von Petre Mirianaschwili, das auf dem georgischen Volksepos „Eteriani“ beruht. Komponiert zwischen 1909 und 1918, wurde sie am 21. Februar 1919 am Opernhaus in Tiflis uraufgeführt, nachdem Teile des dritten Akts bereits 1913 gezeigt worden waren.
Handlung
Das Bauernmädchen Eteri und Prinz Abessalom heiraten trotz des Standesunterschieds. Der eifersüchtige Höfling Murman schenkt Eteri eine verfluchte Halskette, die sie siech macht; Abessalom lässt sie zur Genesung fortgehen, doch sie kehrt zu Murman zurück. Als der todkranke Abessalom sie noch einmal aufsucht, stirbt er in ihren Armen, worauf Eteri sich aus Trauer selbst tötet.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk verbindet georgische Volksmusik mit Elementen der europäischen Romantik und gilt seither als die georgische Nationaloper. Ein Motiv aus der Partitur wurde 2004 in die georgische Nationalhymne übernommen, und die Oper eröffnet bis heute regelmäßig die Spielzeit des Tifliser Opernhauses.