Zar und ZimmermannZar und Zimmermann — 2
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Zar und Zimmermann

Albert Lortzing
Oper · 1837

Über das Werk

Albert Lortzings komisch-romantische Oper in drei Akten wurde 1837 in Leipzig uraufgeführt und gilt als Hauptwerk der deutschen Spieloper. Lortzing schrieb Musik und Libretto selbst und schöpfte aus einem französischen Vaudeville über den jungen Zaren Peter den Großen, der zu Studienzwecken inkognito in Saardam arbeitete.

Handlung

Auf der Werft von Saardam arbeiten zwei russische Männer namens Peter — der Zar Peter Michailow inkognito und der Deserteur Peter Iwanow. Der niederländische Bürgermeister van Bett soll im Auftrag mehrerer Gesandter den Zaren identifizieren und verwechselt natürlich beide. Marie, van Betts Nichte und Verlobte des falschen Peter, gerät zwischen die Fronten. Während englische und französische Gesandte um die Gunst des vermeintlichen Zaren buhlen, bereitet sich der echte Peter heimlich auf die Heimreise vor. In einer turbulenten Erkennungsszene gibt sich der Zar zu erkennen, begnadigt den Deserteur, segnet dessen Verbindung mit Marie und reist unter dem Jubel der Saardamer ab.

Kulturelle Bedeutung

Zar und Zimmermann ist Lortzings populärstes Werk und Inbegriff der deutschen Spieloper des 19. Jahrhunderts. Der Holzschuhtanz und van Betts Auftrittslied „O sancta justitia" gehören zum festen Repertoire, ebenso die Arie „Sonst spielt' ich mit Zepter". Das Werk verbindet bürgerliche Idylle mit politischem Stoff und prägte den deutschen Opernspielplan über Generationen — bis heute steht es in vielen Stadttheatern auf dem Programm.

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