Über das Werk
Wozzeck ist eine Oper in drei Akten von Alban Berg, uraufgeführt 1925 an der Berliner Staatsoper. Das Werk basiert auf Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck" und gilt als Meilenstein der Operngeschichte des 20. Jahrhunderts und als Hauptwerk des musikalischen Expressionismus.
Handlung
Der einfache Soldat Wozzeck wird vom Hauptmann gedemütigt und vom Doktor als Versuchsobjekt missbraucht. Seine Lebensgefährtin Marie wird vom Tambourmajor verführt, was Wozzeck in tiefe Verzweiflung stürzt. Gepeinigte Visionen und innere Stimmen quälen ihn zunehmend. In einem Anfall von Eifersucht und Wahnsinn ersticht Wozzeck Marie an einem Teich. Beim Versuch, das Messer im Wasser zu verbergen, ertrinkt er. Ihr gemeinsames Kind spielt ahnungslos, als die anderen Kinder ihm den Tod der Mutter berichten.
Kulturelle Bedeutung
Wozzeck gilt als die bedeutendste Oper des 20. Jahrhunderts und revolutionierte das Musiktheater durch den Einsatz atonaler Kompositionstechnik bei gleichzeitiger höchster emotionaler Wirkung. Das Orchesterintermezzo in d-Moll vor der letzten Szene gehört zu den erschütterndsten Momenten der gesamten Opernliteratur.
