Über das Werk
Victor/Victoria ist ein Musical mit der Musik von Henry Mancini und Texten von Leslie Bricusse, mit einem Buch von Blake Edwards, uraufgeführt 1995 am Broadway. Es basiert auf Edwards' gleichnamigem Film von 1982 und war Mancinis letztes Werk.
Handlung
Im Paris der 1930er-Jahre ist die mittellose Sopranistin Victoria am Ende ihrer Kräfte. Der schwule Entertainer Toddy verhilft ihr zu einer kühnen Karriere: Victoria tritt fortan als „Victor" auf – ein Mann, der als Frau im Varieté auftritt. Die gefeierte Travestie-Illusion gerät ins Wanken, als sich der Gangsterboss King Marchan in „Victor" verliebt und an seiner eigenen Männlichkeit zu zweifeln beginnt. Eine turbulente Verwechslungskomödie über Geschlechterrollen, Identität und Liebe entfaltet sich.
Kulturelle Bedeutung
Victor/Victoria verbindet Mancinis elegante, jazzige Musik mit einer für ihre Zeit fortschrittlichen, augenzwinkernden Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und sexueller Identität. Julie Andrews, die schon im Film die Hauptrolle spielte, kehrte für die Bühnenfassung an den Broadway zurück. Das Werk steht für die geistreiche Komödientradition des Musicals und für Mancinis bleibhaftiges musikalisches Vermächtnis.