Über das Werk
Vergrabenes Kind ist ein Schauspiel des US-amerikanischen Dramatikers Sam Shepard, entstanden während seiner Zeit als Hausautor am Magic Theatre in San Francisco. Dort wurde es am 27. Juni 1978 unter der Regie von Robert Woodruff uraufgeführt.
Handlung
Auf einer heruntergekommenen Farm in Illinois liegt der kranke Dodge apathisch auf dem Sofa, während seine Frau Halie von oben auf ihn einredet. Die erwachsenen Söhne Tilden, traumatisiert von Jahren in New Mexico, und der einbeinige Bradley hausen noch im Elternhaus. Als Enkel Vince mit seiner Freundin Shelly zu Besuch kommt, erkennt ihn niemand – während sich hinter beiläufigen Andeutungen über ein totes Kind ein lange verdrängtes Familiengeheimnis verbirgt.
Kulturelle Bedeutung
Vergrabenes Kind gilt als Shepards Meisterwerk und wurde 1979 als erstes Stück einer Off-Broadway-Produktion überhaupt mit dem Pulitzer-Preis für Drama ausgezeichnet, was seinen Ruf als führender amerikanischer Dramatiker seiner Generation begründete. Der S. Fischer Theaterverlag führt es in zwei deutschen Übersetzungen im Bühnenvertrieb, von Jörn van Dyck und von Christiane von Wahlert.