Über das Werk
Pastorale héroïque (eine Gattung der französischen Barockoper) in einem Prolog und drei Akten von Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville, nach einem Libretto, das Zeitgenossen zufolge im Prolog auf Antoine Houdar de la Motte und in den drei Akten auf den Abbé de La Marre zurückgeht. Die Uraufführung fand am 9. Januar 1753 an der Académie royale de musique in Paris statt.
Handlung
Der sterbliche Hirte Titon liebt die Göttin Aurore; der Windgott Éole, der ebenfalls um Aurore wirbt, schwört ihm den Tod. Die Nymphe Palès, selbst in Titon verliebt, verflucht ihn nach einem zurückgewiesenen Verführungsversuch mit vorzeitigem Altern, bis der Liebesgott den Fluch aufhebt und die Liebenden vereint.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung wurde mit 35 aufeinanderfolgenden Vorstellungen ein durchschlagender Erfolg und fiel mitten in die „Querelle des Bouffons“, den Streit zwischen Anhängern der französischen und der italienischen Oper. Der Triumph von „Titon et l'Aurore“ trug wesentlich zur bald darauf erfolgten Vertreibung der italienischen Operntruppe aus Paris bei.
