Über das Werk
„Staubfrau" ist ein Auftragswerk der Dramatikerin Maria Milisavljević für das Schauspielhaus Zürich, wo es am 11. Januar 2025 uraufgeführt wurde (Regie: Anna Stiepani). Das Stück widmet sich dem Thema Femizid und der strukturellen Gewalt gegen Frauen. 2025 wurde „Staubfrau" mit dem renommierten Mülheimer Dramatikpreis ausgezeichnet.
Handlung
Das Stück verwebt drei Frauenbiografien – Tochter, Mutter und Großmutter – miteinander und erzählt entlang dieser Lebensgeschichten, wie sich die Gesellschaft über die Jahrzehnte verändert hat und wo nach wie vor Defizite bestehen. Aus den Erfahrungen der drei Generationen verdichtet sich ein Bild fortgesetzter Gewalt gegen Frauen – bis hin zu Vergewaltigung und Tötung. Statt eines Einzelfalls zeigt „Staubfrau" eine kaum endende Reihe von Femiziden und fragt nach den gesellschaftlichen Strukturen, die solche Gewalt ermöglichen und fortschreiben.
Kulturelle Bedeutung
Mit der Auszeichnung durch den Mülheimer Dramatikpreis 2025 zählt „Staubfrau" zu den wichtigsten neuen deutschsprachigen Theatertexten seiner Zeit. Maria Milisavljević rückt ein gesellschaftlich drängendes Thema – Femizid und geschlechtsspezifische Gewalt – ins Zentrum und verbindet die private, generationenübergreifende Perspektive mit einer strukturellen Analyse. Das Stück steht für ein engagiertes Gegenwartstheater, das Statistik in erlebbare Biografien übersetzt und so die Dringlichkeit des Themas spürbar macht.
