Über das Werk
Simon Boccanegra ist eine Oper in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi, uraufgeführt 1857 am Teatro La Fenice in Venedig, in einer überarbeiteten Fassung 1881 an der Mailänder Scala. Das Werk spielt im mittelalterlichen Genua und verbindet politische Intrigen mit einer bewegenden Vater-Tochter-Geschichte.
Handlung
Der Freibeuter Simon Boccanegra wird zum Dogen von Genua gewählt, hat aber seine geliebte Tochter Maria verloren. Fünfundzwanzig Jahre später erkennt er in der jungen Amelia seine totgeglaubte Tochter wieder. Amelia liebt den Patrizier Gabriele Adorno, der einem feindlichen Lager angehört. Der intrigante Paolo, von Boccanegra zurückgewiesen, vergiftet den Dogen langsam. Boccanegra versöhnt die verfeindeten Parteien und segnet die Verbindung seiner Tochter mit Adorno. Er stirbt am Gift und bestimmt Adorno zu seinem Nachfolger.
Kulturelle Bedeutung
Simon Boccanegra gilt als eines der anspruchsvollsten und dunkelsten Werke Verdis, dessen komplexe politische Handlung und subtile Orchestersprache es zu einem Favoriten von Kennern machen. Die revidierte Fassung von 1881 zeigt Verdi auf dem Höhepunkt seiner kompositorischen Reife.
