Samstag aus Licht
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Samstag aus Licht

Karlheinz Stockhausen
Oper · 1984

Über das Werk

Samstag aus Licht ist die zweite komponierte der sieben Opern in Karlheinz Stockhausens Zyklus Licht – Die sieben Tage der Woche, entstanden 1981–1983 und am 25. Mai 1984 in Mailand uraufgeführt (im Palazzo dello Sport, durch die Scala). Der Samstag ist Luzifers Tag – der Gestalt des Widersachers, dargestellt durch Bass und Posaune. Im Bild des Wochenrhythmus steht der Samstag für den Tod und das Reich Luzifers, ehe der Sonntag die Versöhnung bringt.

Handlung

Die Oper besteht aus einem Gruß und vier Szenen. „Luzifers Traum" zeigt den schlafenden Luzifer in einem Duell mit einem Klaviersolisten. „Kathinkas Gesang als Luzifers Requiem" ist ein hochvirtuoses Flötensolo, das als Seelenmusik den Weg durch den Tod weist. In „Luzifers Tanz" formiert sich ein riesiges Blasorchester zu einem gewaltigen menschlichen Gesicht, dessen einzelne Partien – Stirn, Augenbrauen, Wangen, Mund – nacheinander zu „tanzen" beginnen. Den Abschluss bildet „Luzifers Abschied", in dem Mönche mit einem Gesang nach Texten des heiligen Franziskus von Assisi ins Freie ziehen und ein schwarzer Vogel freigelassen wird.

Kulturelle Bedeutung

Samstag aus Licht gehört zu den theatralisch spektakulärsten Teilen des Zyklus. „Luzifers Tanz" mit dem als menschliches Gesicht aufgestellten Orchester ist eine der originellsten Bühnenideen der modernen Oper, und „Kathinkas Gesang" zählt zum anspruchsvollsten Repertoire für Soloflöte. Wie der gesamte Licht-Zyklus speist sich auch der Samstag aus Stockhausens „Superformel" – der Überlagerung der drei Formeln von Michael, Eva und Luzifer –, aus der sämtliche Dauern, Melodien und Szenenformen abgeleitet sind. Die Oper verbindet Ritual, Mythos und avantgardistische Klangregie zu einem einzigartigen Welttheater.

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