Robert le Diable
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Robert le Diable

Giacomo Meyerbeer
Oper · 1831

Über das Werk

Robert le Diable (Robert der Teufel) ist eine Oper in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer, uraufgeführt am 21. November 1831 an der Pariser Oper. Das Libretto von Eugène Scribe und Germain Delavigne beruht lose auf der mittelalterlichen Legende vom normannischen Herzog Robert. Das Werk gilt als eines der Gründungswerke der französischen Grand opéra.

Handlung

Robert, Herzog der Normandie, ist der Sohn eines Menschen und eines Teufels. Im sizilianischen Exil verliebt er sich in die Königstochter Isabelle. Sein Vater, getarnt als der geheimnisvolle Bertram, versucht, Roberts Seele für die Hölle zu gewinnen. Eine Kette von Unglücksfällen verfolgt Robert; im berühmten Nonnen-Ballett auf einem verfallenen Klosterfriedhof soll er einen Zweig vom Grab der heiligen Rosalie brechen, um seine Macht zurückzugewinnen. Am Ende ringen Gut und Böse — die Liebe zu Isabelle und die treue Alice auf der einen, der teuflische Bertram auf der anderen Seite — um Roberts Seele, die schließlich gerettet wird.

Kulturelle Bedeutung

Robert le Diable war bei seiner Uraufführung ein beispielloser Triumph und begründete den europäischen Ruhm Meyerbeers. Chopin, der im Publikum saß, nannte es ein Meisterwerk von nie gesehener Pracht. Mit seinen spektakulären Bühneneffekten, dem dramatischen Orchestersatz und dem ikonischen Nonnen-Ballett wurde das Werk zum Modell der Grand opéra und beeinflusste Komponisten bis hin zu Verdi und Wagner. Bis 1893 wurde es allein an der Pariser Oper über 750-mal gespielt.

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