Über das Werk
Eugen d’Albert vertonte mit „Revolutionshochzeit“ eine Oper in drei Akten nach dem Libretto von Ferdinand Lion, das auf einem Drama von Sophus Michaëlis beruht. Die Uraufführung fand am 26. Oktober 1919 am Neuen Stadttheater Leipzig statt.
Handlung
Im revolutionären Frankreich des April 1793 wird auf Schloss Trionville die Hochzeit zwischen Alaine de L’Estoile und ihrem Cousin Ernest de Tressailles vorbereitet, während die Zofe Leontine und ihr Verlobter Prosper, ein Anhänger der Revolution, die Tafel decken. Ernest zerstreut durch sein galantes Auftreten Alaines letzte Zweifel, und das Paar wird in der Schlosskapelle getraut. Noch vor dem Hochzeitsmahl trifft jedoch die Nachricht vom Anrücken der Jakobiner ein; Ernest flieht durch die Terrassentür, kurz darauf betritt der Konventskommissar mit dem Offizier Marc-Arron das Schloss.
Kulturelle Bedeutung
Als Oper, die 1919 unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg und mitten in einer weiteren Umsturzzeit auf die Bühne kam, spiegelt „Revolutionshochzeit“ die politische Zeitstimmung ihrer Entstehungsjahre; die Fachpresse zählt sie heute zu d’Alberts vergessenen Opern, die kaum mehr aufgeführt werden.
