Über das Werk
Ragtime ist ein Musical von Stephen Flaherty (Musik) und Lynn Ahrens (Text) mit einem Buch von Terrence McNally, uraufgeführt 1998 am Broadway. Es basiert auf E. L. Doctorows gefeiertem Roman von 1975 und gewann vier Tony Awards, darunter die Preise für die beste Partitur und das beste Buch.
Handlung
Im Amerika der Jahrhundertwende verflechten sich die Schicksale dreier Gruppen: einer wohlhabenden weißen Familie aus dem Vorort New Rochelle, des schwarzen Pianisten Coalhouse Walker Jr. und seiner Geliebten Sarah sowie des jüdischen Einwanderers Tateh und seiner Tochter. Als Coalhouse Opfer rassistischer Gewalt wird und Sarah ums Leben kommt, radikalisiert sich der einst sanfte Musiker. Historische Figuren wie Houdini, Henry Ford und Emma Goldman kreuzen die Handlung, die ein Panorama eines Landes im Umbruch zeichnet.
Kulturelle Bedeutung
Ragtime gilt als eines der ambitioniertesten amerikanischen Musicals der 1990er-Jahre, das die großen Themen Rasse, Einwanderung und sozialer Wandel mit sinfonischer Wucht auf die Bühne bringt. Die Eröffnungsnummer, die die drei Welten im Stil des Ragtime gegeneinanderführt, gilt als Meisterstück musikalischer Exposition. Das Werk wird regelmäßig wiederaufgenommen und gewinnt durch seine Auseinandersetzung mit Rassismus stetig an Aktualität.
