Platée
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Platée

Jean-Philippe Rameau
Oper · 1745

Über das Werk

Platée ist eine komische Oper (comédie lyrique / ballet bouffon) in einem Prolog und drei Akten von Jean-Philippe Rameau, uraufgeführt 1745 in Versailles. Das Libretto nach Jacques Autreau gehört zu den seltenen komischen Werken Rameaus und ist eine der wenigen großen Komödien der französischen Barockoper.

Handlung

Um die eifersüchtige Göttin Juno zu kurieren, ersinnen Jupiter und Merkur einen grausamen Streich: Sie lassen Jupiter vorgeben, die hässliche, eitle Sumpfnymphe Platée heiraten zu wollen. Die selbstverliebte Platée, überzeugt von ihrer Unwiderstehlichkeit, glaubt der Farce nur zu gern. Als bei der vorgetäuschten Hochzeit Juno wütend den Schleier der vermeintlichen Braut lüftet und die groteske Platée erblickt, bricht sie in Gelächter aus – von ihrer Eifersucht geheilt. Die gedemütigte Platée bleibt als Verspottete zurück.

Kulturelle Bedeutung

Platée ist ein Meisterwerk des barocken Humors, das die Titelfigur traditionell von einem Tenor in einer komischen Travestierolle verkörpern lässt. Rameaus erfindungsreiche Musik, voller Froschquaken-Imitationen und parodistischer Effekte, verbindet derbe Komik mit raffinierter Kunstfertigkeit. Trotz des grausamen Spotts über die Hauptfigur gilt das Werk als eine der originellsten und musikalisch brillantesten komischen Opern des französischen Barock und wird in der Alte-Musik-Szene gefeiert.

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Kommende Aufführungen
Nationaltheater Prag · Prag
7. März 2027
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