Über das Werk
My Fair Lady ist ein Musical von Frederick Loewe (Musik) und Alan Jay Lerner (Buch und Liedtexte), uraufgeführt 1956 am Broadway. Es basiert auf George Bernard Shaws Schauspiel „Pygmalion" (1913) und gilt als eines der erfolgreichsten und beliebtesten Werke der Musicalgeschichte.
Handlung
Der arrogante Phonetikprofessor Henry Higgins wettet mit seinem Freund, dem Sprachforscher Oberst Pickering, dass er das einfache Londoner Blumenmädchen Eliza Doolittle binnen weniger Monate durch Sprachtraining in eine Dame der feinen Gesellschaft verwandeln kann. Eliza unterzieht sich der mühsamen Schulung und besteht schließlich glänzend bei einem Botschaftsball. Doch während Higgins seinen Triumph feiert, fühlt sich Eliza als bloßes Versuchsobjekt missachtet. Sie lehnt sich gegen den herrischen Professor auf und verlässt ihn — und Higgins bemerkt zu spät, wie sehr er sich an sie gewöhnt hat. Das Ende lässt ihre Wiederannäherung bewusst offen.
Kulturelle Bedeutung
My Fair Lady definierte mit Welthits wie „I Could Have Danced All Night", „On the Street Where You Live" und „Wouldn't It Be Loverly" das goldene Zeitalter des Broadway-Musicals. Die Verfilmung von 1964 mit Audrey Hepburn und Rex Harrison gewann acht Oscars. Das Werk verbindet Shaws scharfsinnige Gesellschaftssatire über Klasse und Sprache mit eingängiger Melodik und bleibt ein zeitloses Meisterwerk des Genres.
