Mittwoch aus Licht
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Mittwoch aus Licht

Karlheinz Stockhausen
Oper · 2012

Über das Werk

Mittwoch aus Licht ist die sechste komponierte der sieben Opern in Karlheinz Stockhausens Zyklus Licht – Die sieben Tage der Woche, geschrieben 1995–1997. Sie war die letzte des Zyklus, die szenisch zur Uraufführung kam: erst am 22. August 2012 brachte die Birmingham Opera Company das Werk vollständig auf die Bühne – mehr als vier Jahre nach Stockhausens Tod. Der Mittwoch ist der Tag der kosmischen Zusammenarbeit und Versöhnung, an dem Michael, Eva und Luzifer nicht mehr im Streit, sondern in Kooperation erscheinen.

Handlung

Die Oper besteht aus einem Gruß, vier Szenen und einem Abschied. „Welt-Parlament" ist eine A-cappella-Szene, in der ein Chor als Weltparlament über den Begriff der Liebe debattiert. „Orchester-Finalisten" zeigt einzelne Orchestermusiker in surrealen, an Tiere und Elemente erinnernden Soli. Das „Helikopter-Streichquartett" – die berühmteste Szene – lässt ein Streichquartett in vier fliegenden Hubschraubern spielen, deren Klang und Bild live in den Saal übertragen werden. In „Michaelion" schließlich übernimmt eine kosmische Funkstation die Leitung der Welt, mit einem singenden Kamel und Michael als Botschafter. Der „Mittwochs-Abschied" entlässt das Publikum in elektronische Klänge.

Kulturelle Bedeutung

Mittwoch aus Licht enthält mit dem „Helikopter-Streichquartett" eine der spektakulärsten und meistdiskutierten Ideen der Musikgeschichte: Musik, die buchstäblich in den Himmel verlegt wird. Die Oper galt lange als unaufführbar und wurde erst posthum vollständig realisiert. Sie verbindet utopisches Welttheater, technische Kühnheit und feinsten Humor und steht für Stockhausens Vision einer grenzüberschreitenden, kosmischen Kunst. Wie der gesamte Zyklus ist auch der Mittwoch vollständig aus der dreischichtigen Superformel von Michael, Eva und Luzifer entwickelt.

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