Über das Werk
Messidor ist eine Oper in vier Akten von Alfred Bruneau auf ein Libretto von Émile Zola, uraufgeführt 1897 an der Pariser Oper. Das Werk ist eine der seltenen direkten Zusammenarbeiten Zolas mit der Oper und verbindet naturalistische Sozialthematik mit symbolistischer Traumdramatik.
Handlung
In einem Dorf in den Pyrenäen, das vom Goldwaschen lebt, droht eine moderne Goldmine die traditionelle Lebensweise und damit die Existenz der Bauern zu zerstören. Vor dem Hintergrund von Liebe, Rivalität und sozialem Konflikt — der Titel „Messidor" verweist auf den Erntemonat des Revolutionskalenders — ringen die Figuren um Gerechtigkeit und Versöhnung zwischen alter und neuer Welt.
Kulturelle Bedeutung
Messidor ist ein bemerkenswertes Dokument des Naturalismus in der Oper und der künstlerischen Partnerschaft zwischen Zola und Bruneau. Das Werk verband Zolas sozialkritische Anliegen mit der Operngattung und gilt als kühnes, wenn auch selten gespieltes Experiment der französischen Jahrhundertwende.
