Über das Werk
María de Buenos Aires ist eine „Tango Operita“ in zwei Teilen mit 16 Bildern von Astor Piazzolla nach einem spanischsprachigen Libretto von Horacio Ferrer. Piazzolla begann die Komposition 1968 in Uruguay und vollendete sie in Buenos Aires; die Uraufführung fand am 8. Mai 1968 in Buenos Aires statt, mit Amelita Baltar als María und Ferrer selbst als Erzählerfigur El Duende.
Handlung
Der geheimnisvolle Duende erzählt das Leben der María, die aus einem Vorort von Buenos Aires in die Stadt zieht, dem Tango verfällt und schließlich stirbt. Ihr Schatten irrt danach rastlos durch die Stadt, bis Marionetten ein Wunder ermöglichen und María als Kind wiedergeboren wird.
Kulturelle Bedeutung
Ursprünglich für Piazzollas eigenes Quintett geschrieben, gilt das Werk als Schlüsselstück des Nuevo Tango auf der Bühne; seit den späten 1990er Jahren wird es in orchestrierten Fassungen weltweit auch an deutschsprachigen Opernhäusern wie Kiel, Berlin oder Wien inszeniert.