Über das Werk
Mack and Mabel ist ein Musical mit Musik und Gesangstexten von Jerry Herman und einem Buch von Michael Stewart, uraufgeführt 1974 am Broadway in der Inszenierung und Choreografie von Gower Champion. Es erzählt von der stürmischen Liebe zwischen dem Stummfilm-Pionier Mack Sennett und seinem Star Mabel Normand. Obwohl die Originalproduktion nur kurz lief, gilt Hermans mitreißende Partitur als eine seiner besten und machte das Stück zum vielgeliebten Kultmusical.
Handlung
Im Hollywood der 1910er- und 1920er-Jahre macht der ruppige, besessene Regisseur Mack Sennett aus dem Delikatessen-Botenmädchen Mabel Normand einen Stummfilmstar und eine Königin der Slapstick-Komödie. Zwischen den beiden entbrennt eine leidenschaftliche, aber von Macks Sturheit und Gefühlsscheu vergiftete Liebe. Während Mabel zum gefeierten Publikumsliebling aufsteigt, weigert sich Mack, seine Zuneigung je offen zu zeigen, und hält an überholten Komödienformen fest, als der Film sich wandelt. Über Erfolg, Trennung und Mabels Abstieg in Krankheit und Skandale verfolgt das Stück das tragische Auseinanderdriften zweier Menschen, die einander nie ganz erreichen.
Kulturelle Bedeutung
Mack and Mabel ist eines der berühmtesten „Flop-Musicals" der Broadway-Geschichte – kommerziell zunächst gescheitert, doch wegen seiner Cast-Aufnahme über die Jahre zur Legende geworden. Songs wie das spröde Liebeslied „I Won't Send Roses" und die Ballade „Time Heals Everything" gehören zum Standardrepertoire. Die Ouvertüre wurde durch die britischen Eiskunstläufer Torvill und Dean zusätzlich weltberühmt. Bis heute ringen Regisseure mit dem Stoff und seinem schwierigen Ende, während die Musik unangefochten als Höhepunkt in Jerry Hermans Werk gilt.