Lulu
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Lulu

Alban Berg
Oper · 1937

Über das Werk

Lulu ist eine Oper von Alban Berg nach den „Lulu"-Dramen von Frank Wedekind, unvollendet bei Bergs Tod 1935 und 1937 zunächst zweiaktig, 1979 in der vervollständigten dreiaktigen Fassung uraufgeführt. Sie ist ein Hauptwerk der Zwölftonoper und ein schillerndes Psychogramm von Begierde und Zerstörung.

Handlung

Lulu, eine faszinierende, amoralische Frau von rätselhafter erotischer Anziehungskraft, steigt durch eine Reihe von Männern gesellschaftlich auf und reißt sie zugleich ins Verderben: Ehemänner sterben, Liebhaber ruinieren sich. Nach dem Mord an ihrem Mann Dr. Schön wird sie verhaftet, flieht und gerät in immer tieferes Elend. Im dritten Akt, verarmt und als Prostituierte in London gestrandet, wird Lulu von einem ihrer Freier – Jack the Ripper – ermordet, während die ihr treu ergebene Gräfin Geschwitz vergeblich versucht, sie zu retten.

Kulturelle Bedeutung

Lulu ist neben „Wozzeck" Bergs zweites Opernmeisterwerk und eine der bedeutendsten Opern der Zweiten Wiener Schule. Die streng durchkomponierte Zwölftontechnik verbindet sich mit großer dramatischer und sinnlicher Wirkung und einer kunstvollen Spiegelsymmetrie der Form. Das Werk verhandelt Geschlecht, Begierde, Ausbeutung und gesellschaftliche Heuchelei und gilt als faszinierende, vieldeutige Studie über eine der rätselhaftesten Frauenfiguren der Operngeschichte.

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