Les Troyens
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Les Troyens

Hector Berlioz
Oper · 1863

Über das Werk

Les Troyens (Die Trojaner) ist eine Grand opéra in fünf Akten von Hector Berlioz, komponiert 1856–1858 nach Vergils „Aeneis". Das monumentale Werk – Berlioz' Hauptwerk fürs Musiktheater – wurde zu seinen Lebzeiten nie vollständig aufgeführt und gilt heute als eine der größten und ehrgeizigsten Opern des 19. Jahrhunderts.

Handlung

Die ersten beiden Akte schildern den Untergang Trojas: Trotz Kassandras Warnungen ziehen die Trojaner das hölzerne Pferd in die Stadt und besiegeln ihren Untergang. Der Held Aeneas flieht mit dem Auftrag, in Italien ein neues Troja zu gründen. Die letzten drei Akte spielen in Karthago, wo Aeneas und die Königin Dido eine leidenschaftliche Liebe erleben. Doch die Pflicht ruft: Aeneas muss seinem Schicksal folgen und Karthago verlassen. Die verlassene, verzweifelte Dido verflucht ihn und nimmt sich auf einem Scheiterhaufen das Leben, während sie Roms künftige Größe – und Rache – prophezeit.

Kulturelle Bedeutung

Les Troyens ist Berlioz' ehrgeizigstes Werk, eine Synthese aus französischer Grand opéra, klassischer Tragödie und sinfonischer Pracht. Wegen seiner enormen Länge und Besetzung galt es lange als unaufführbar; erst im 20. Jahrhundert wurde seine Größe voll anerkannt. Heute zählt es zu den überwältigendsten Erlebnissen des Opernrepertoires und gilt als Gipfel der französischen Romantik.

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