Über das Werk
Les Indes galantes ist eine Opéra-ballet von Jean-Philippe Rameau nach einem Libretto von Louis Fuzelier. Die Uraufführung fand am 23. August 1735 an der Académie royale de musique in Paris statt, zunächst nur mit Prolog und zwei Entrées; ein dritter Teil kam kurz danach, ein vierter im März 1736 hinzu.
Handlung
Nach einem allegorischen Prolog mit Hebe, Bellona und Amor führt das Werk in vier voneinander unabhängige Episoden an exotische Schauplätze: das Osmanische Reich mit einem großmütigen Pascha, ein Sonnenfest der Inka in Peru, ein Liebesdrama in Persien sowie einen Konflikt zwischen Franzosen, Spaniern und amerikanischen Ureinwohnern in Nordamerika.
Kulturelle Bedeutung
Nach Ludwig XV. geriet das Werk lange in Vergessenheit und kehrte erst 1925 in Ausschnitten auf die Bühne zurück. 2019 sorgte eine Neudeutung der Pariser Opéra Bastille mit Streetdance-Choreografie von Bintou Dembélé für Aufsehen, die den kolonialen Blick der Vorlage bewusst konterkarierte.
