Über das Werk
Les Huguenots ist eine Grand Opéra in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer, uraufgeführt 1836 an der Pariser Oper. Mit einem Libretto von Eugène Scribe gilt sie als eines der prägendsten Werke der französischen Grand Opéra und war im 19. Jahrhundert eine der meistgespielten Opern überhaupt.
Handlung
Im Frankreich des Jahres 1572, am Vorabend der Bartholomäusnacht, lieben sich der protestantische Adlige Raoul de Nangis und die katholische Valentine, Tochter des Grafen von Saint-Bris. Religiöser Hass und politische Intrigen stehen ihrer Verbindung im Weg. Während die Katholiken ein Massaker an den Hugenotten planen, ringen die Liebenden zwischen Glauben, Loyalität und Leidenschaft. In der entsetzlichen Bluttnacht werden Raoul, Valentine und Raouls Diener schließlich gemeinsam Opfer des religiösen Fanatismus.
Kulturelle Bedeutung
Les Huguenots ist das Musterbeispiel der Grand Opéra: monumentale Chorszenen, großes Ballett, historische Stoffe und spektakuläre Bühnenwirkung. Berühmt ist die Anforderung an sieben erstklassige Solisten – weshalb eine Starbesetzung als „nuit des sept étoiles" (Nacht der sieben Sterne) galt. Meyerbeers Werk beeinflusste Komponisten von Verdi bis Wagner maßgeblich und prägte das Opernverständnis des 19. Jahrhunderts, auch wenn es später seltener gespielt wurde.
