Über das Werk
Commedia per musica in drei Akten von Antonio Salieri auf ein Libretto von Giovanni Gastone Boccherini nach Molières Komödie „Les Femmes savantes“, uraufgeführt am 10. Januar 1770 im Wiener Burgtheater – Salieris älteste vollständig erhaltene Oper. Das Textbuch war ursprünglich für seinen Lehrer Florian Leopold Gassmann vorgesehen; da dieser auf Reisen war, komponierte es der neunzehnjährige Salieri selbst.
Handlung
Im Haus des wohlhabenden Neapolitaners Don Baggeo wird dessen Nichte Corilla von mehreren Verehrern umworben: dem aufrichtig verliebten Don Prudenzio sowie zwei eitlen, selbstverliebten Dichtern, die sich mehr für ihre eigene Gelehrsamkeit als für Corilla interessieren. Das Possenspiel um die vermeintlich gebildeten Verehrer treibt auf Corillas Entscheidung für den ehrlichen Prudenzio zu.
Kulturelle Bedeutung
Mit „Le donne letterate“ legte der junge Salieri den Grundstein seiner Karriere als Musikdramatiker und stieg innerhalb weniger Jahre vom unbekannten Schützling Gassmanns zum gefragten Opernkomponisten am Wiener Hof auf. Als älteste vollständig erhaltene Oper Salieris dokumentiert das Werk seinen kompositorischen Ausgangspunkt vor der späteren Zusammenarbeit mit renommierten Librettisten wie Da Ponte.