Über das Werk
Le cantatrici villane ist eine Opera buffa (Dramma giocoso) in zwei Akten von Valentino Fioravanti nach einem Libretto von Giuseppe Palomba. Die Uraufführung fand 1799 in Neapel statt; das Werk wurde rasch in ganz Europa nachgespielt und blieb Fioravantis bekanntestes von rund siebzig Bühnenwerken.
Handlung
Im Dorf Casoria bei Neapel wollen die Bäuerinnen Rosa, Agata und Giannetta unter Anleitung des eitlen, unfähigen Gesangslehrers Don Bucefalo zu gefeierten Sängerinnen werden; auch der reiche Student Don Marco, der in Rosa verliebt ist, träumt von der Bühne. Als Rosas totgeglaubter Ehemann Carlino, ein prahlerischer Soldat, unerwartet zurückkehrt und die Probe stört, drohen Verwechslungen und Eifersucht zu eskalieren, bis Rosa für ihn um Vergebung bittet und sich das Paar wieder versöhnt.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper gilt als bissige Satire auf die Gesangsmode und Kunstansprüche des späten 18. Jahrhunderts und soll ein Lieblingsstück Napoleon Bonapartes gewesen sein. Eine 1801 für Venedig überarbeitete Einakter-Fassung unter dem Titel „Le virtuose ridicole“ verlegte die Handlung nach Frascati.
