L'Africaine
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L'Africaine

Giacomo Meyerbeer
Oper · 1865

Über das Werk

L'Africaine (Die Afrikanerin) ist eine Grand Opéra in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer auf ein Libretto von Eugène Scribe, posthum uraufgeführt 1865 an der Pariser Oper. Es war Meyerbeers letztes Werk, an dem er bis zu seinem Tod arbeitete, und gehört zu den ambitioniertesten Schöpfungen der Grand Opéra.

Handlung

Die Oper verknüpft die Geschichte des portugiesischen Entdeckers Vasco da Gama mit einer tragischen Liebe. Aus seinen Seereisen bringt Vasco die gefangene Sklavin Sélika mit, die in Wahrheit eine Königin aus einem fernen Land ist und ihn liebt. Vasco jedoch liebt die adlige Inês. Zwischen Entdeckergeist, Kolonialdrama, Eifersucht und Intrige entfaltet sich Sélikas tragisches Schicksal: Um Vascos Glück mit Inês nicht im Wege zu stehen, nimmt sie sich am Ende selbst das Leben, indem sie die giftigen Düfte des Manzanillobaums einatmet.

Kulturelle Bedeutung

L'Africaine ist berühmt für die strahlende Tenorarie „O paradis" und für die exotisch-farbenprächtigen Tableaus, die das koloniale Fernweh des 19. Jahrhunderts spiegeln. Als Meyerbeers Schwanengesang vereint das Werk die monumentalen Mittel der Grand Opéra mit lyrischer Innigkeit. Obwohl heute seltener gespielt, gilt es als bedeutendes Dokument der Operngeschichte und erlebt gelegentlich gefeierte Wiederentdeckungen.

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