L’olimpiade
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L’olimpiade

Florian Leopold Gassmann
Oper · 1764

Über das Werk

Dramma per musica in drei Akten von Florian Leopold Gassmann nach dem Libretto Pietro Metastasios, uraufgeführt am 18. Oktober 1764 am Kärntnertortheater in Wien – Gassmanns erste Oper nach seinem Wechsel an den Wiener Hof. Eine deutsche Übersetzung erschien noch im selben Jahr unter dem Titel „Das olympische Jahrsfest“.

Handlung

Bei den Olympischen Spielen im antiken Griechenland tritt der athenische Krieger Megacle im Auftrag seines Freundes Licida unter fremdem Namen an, um dessen Geliebte Aristea, Tochter des Königs Clistene, zu gewinnen – obwohl Aristea in Wahrheit Megacles eigene heimliche Liebe ist. Der Sieg bringt beide Freunde in einen Loyalitätskonflikt, der sich erst auflöst, als sich herausstellt, dass Licida der totgeglaubte Sohn Clistenes ist. Das Stück endet mit der Versöhnung aller Beteiligten und zwei Hochzeiten.

Kulturelle Bedeutung

Metastasios Text von 1733 gehört mit mehr als 70 Vertonungen – unter anderem durch Vivaldi und Hasse – zu den einflussreichsten Operntexten des 18. Jahrhunderts und verhandelt Freundschaft, Pflicht und die Legitimität von Herrschaft im Licht aufklärerischer Ideen; Gassmanns Wiener Vertonung von 1764 markiert seinen Einstand als Opernkomponist am Kaiserhof.

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