Über das Werk
Dramma lirico in vier, später drei Akten von Francesco Cilea nach einem Libretto von Leopoldo Marenco, das auf Alphonse Daudets Schauspiel „L’Arlésienne“ (1872) beruht. Die Uraufführung fand am 27. November 1897 am Teatro Lirico in Mailand statt, bei der der junge Enrico Caruso als Federico debütierte.
Handlung
Der junge Bauer Federico ist besessen von der Liebe zu einer nie auf der Bühne erscheinenden Frau aus Arles; als sein Nebenbuhler Metifio Beweise für deren Untreue vorlegt, lässt sich Federico von seiner Mutter Rosa Mamai überreden, stattdessen die treu ergebene Vivetta zu heiraten. Am Hochzeitstag taucht Metifio erneut auf und weckt Federicos Eifersucht und Verzweiflung so sehr, dass er sich vom Heuboden in den Tod stürzt.
Kulturelle Bedeutung
Trotz des Achtungserfolgs von Carusos kurzfristig eingefügter Arie „È la solita storia del pastore“ (Federicos Lamento), die bis heute zu den bekanntesten Tenorarien des italienischen Repertoires zählt, blieb die Uraufführung insgesamt glücklos; Cilea überarbeitete die Partitur danach mehrfach. Das Werk gilt neben den Opern Mascagnis, Leoncavallos und Giordanos als Beispiel des Verismo, unterscheidet sich von diesen aber durch einen zurückhaltenderen, lyrischeren Ton.