Über das Werk
Das Klavierkonzert Nr. 21 in C-Dur KV 467 ist eines der bekanntesten Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart. Er vollendete das Werk am 9. März 1785 in Wien und führte es bereits am folgenden Tag im Burgtheater selbst als Solist auf. Zusammen mit dem unmittelbar vorangegangenen d-Moll-Konzert KV 466 markiert es den künstlerischen Höhepunkt von Mozarts Wiener Subskriptionskonzerten dieses Jahres.
Handlung
Das Konzert gliedert sich in drei Sätze. Der erste Satz (Allegro maestoso) eröffnet mit einem marschartig schreitenden Orchesterthema, bevor das Soloklavier den Dialog übernimmt und den Satz mit virtuosen Läufen und kammermusikalischen Zwiegesprächen durchzieht. Der zweite Satz, ein Andante in F-Dur, entfaltet über den pulsierenden Triolen der gedämpften Streicher eine der berühmtesten Melodien der Musikgeschichte; der Klavierpart singt darüber mit inniger Kantabilität. Das abschließende Allegro vivace assai ist ein heiteres Rondo, das in strahlendem C-Dur alle Spannungen der vorangegangenen Sätze auflöst.
Kulturelle Bedeutung
Der zweite Satz des Konzerts wurde durch den schwedischen Film „Elvira Madigan" von Bo Widerberg aus dem Jahr 1967 einem breiten Publikum jenseits des klassischen Konzertlebens vertraut und trägt seither den inoffiziellen Beinamen „Elvira-Madigan-Konzert". KV 467 zählt zu den meistgespielten Klavierkonzerten der Wiener Klassik und gilt als Inbegriff mozartscher Ausgewogenheit zwischen virtuoser Brillanz, sinfonischer Dichte und gesanglicher Eleganz. Das Autograph des Werks wird heute in der Pierpont Morgan Library in New York aufbewahrt.
