Julie, ou Le Pot de fleurs
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Julie, ou Le Pot de fleurs

Gaspare Spontini
Oper · 1805

Über das Werk

Einaktige Opéra comique von Gaspare Spontini nach einem Libretto des Metallurgen Antoine-Gabriel Jars, uraufgeführt am 12. März 1805 an der Pariser Opéra-Comique (Salle Favart). Das Werk entstand kurz nach dem Misserfolg von „Milton" und zeigt Spontini in einem für ihn ungewöhnlich leichten, komödiantischen Ton.

Handlung

Julie soll auf Wunsch ihres Vormunds dessen Freund heiraten, liebt aber heimlich einen jungen Offizier. Um ihn auf sich aufmerksam zu machen, wirft sie einen Blumentopf aus dem Fenster – der ihn jedoch an der Schulter trifft. Eine Kette komödiantischer Verwechslungen, bei der der Vormund zunächst für einen Rivalen gehalten wird, löst sich am Ende zugunsten der Liebenden auf.

Kulturelle Bedeutung

Trotz einzelner an Mozart erinnernder Qualitäten konnte sich das Werk gegen erfolgreichere Konkurrenzstücke der Opéra-Comique nicht behaupten und geriet in Vergessenheit. Es zeigt eine für den sonst ernst-dramatischen Spontini seltene komödiantische Seite, kurz bevor er sich mit „La Vestale" 1807 endgültig als Tragödienkomponist etablierte.

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