Über das Werk
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi nach Tommaso Grossis Versepos „I Lombardi alla prima crociata“ (1826), uraufgeführt am 11. Februar 1843 an der Mailänder Scala als Verdis vierte Oper – nur elf Monate nach dem Erfolg von Nabucco. Das Libretto stammt von Temistocle Solera.
Handlung
Im Streit zweier mailändischer Brüder tötet der verbannte Pagano aus Rache versehentlich den eigenen Vater und büßt später als Einsiedler. Während des Ersten Kreuzzugs wird Giselda, Tochter des anderen Bruders Arvino, von Muslimen gefangen genommen und verliebt sich in den Fürsten Oronte, der sich vor seinem Tod zum Christentum bekehrt – der inzwischen als Klausner den Kreuzfahrern folgende Pagano spendet ihm den letzten Segen.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung war ein sofortiger Erfolg und verbreitete sich rasch über Italien hinaus. 1847 arbeitete Verdi den Stoff für Paris zur französischen Grand Opéra „Jérusalem“ um und strich dabei die interreligiöse Liebesgeschichte, indem er Oronte zu einem christlichen Ritter machte. Im italienischsprachigen Original blieb gerade diese Begegnung zwischen Kreuzfahrern und muslimischem Fürsten für die Zeit ungewöhnlich.
