Háry János
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Háry János

Zoltán Kodály
Oper · 1926

Über das Werk

Háry János ist ein Singspiel in vier Abenteuern mit Vorspiel und Nachspiel von Zoltán Kodály nach einem Libretto von Béla Paulini und Zsolt Harsányi, das auf einer Verserzählung von János Garay beruht. Die Uraufführung fand am 16. Oktober 1926 an der Königlich Ungarischen Oper in Budapest statt.

Handlung

Der alte Husar Háry János erzählt den Bauern in der Wirtsstube von Nagyabony seine frei erfundenen Heldentaten während der napoleonischen Kriege: Im Alleingang will er Napoleons Truppen an der österreichischen Grenze aufgehalten, den wilden Hengst Lucifer in der Wiener Hofburg gezähmt und schließlich Napoleon selbst besiegt und zur Zahlung einer Kriegsentschädigung gezwungen haben. Am Ende verzichtet er auf allen Reichtum und kehrt mit seiner Liebsten Örzse in sein Dorf zurück.

Kulturelle Bedeutung

Kodály, der gemeinsam mit Béla Bartók die ungarische Volksmusik erforschte, verwebt im „Háry János“ Volksliedtonfälle mit derber Komik und Nationalstolz zu einem Werk, das die ungarische Erzähltradition des Aufschneiders auf die Musikbühne bringt; die daraus gezogene Orchestersuite gehört bis heute zu Kodálys meistgespielten Werken.

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