Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.
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Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.

Sibylle Berg
Theater · 2025

Über das Werk

„Ein wenig Licht. Und diese Ruhe." ist ein Theatermonolog der Schriftstellerin Sibylle Berg, einer der bekanntesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Die Uraufführung fand am 26. September 2025 am Schauspiel Hannover statt (Regie: Lena Brasch, mit Katja Riemann); auch das Berliner Ensemble zeigt das Stück (Regie: Dennis Nolden, als Solo mit Gabriel Schneider). Der Text ist ein zärtlicher Monolog über die Verzweiflung an unserer Gegenwart und die Angst vor zunehmender Militarisierung.

Handlung

Das Stück spielt in einer nahen Zukunft, die sich verstörend nach unserer Gegenwart anfühlt. Als in Europa ein Krieg zwischen Liechtenstein und Luxemburg ausbricht und mobilgemacht wird, wird auch ein Ingenieur zum Militärdienst eingezogen. Langsam dämmert ihm: Vielleicht ließ sich sein Queersein nie wirklich mit seinem Job in der Rüstungsindustrie vereinbaren. Aus dieser Konstellation entfaltet Berg einen Monolog über eine Gegenwart, deren Diskurse sich im Leerlauf drehen wie ein Motor, und über die Wiederkehr des Militärischen mitten in der Gesellschaft.

Kulturelle Bedeutung

Sibylle Berg gehört zu den meistgespielten und meistdiskutierten Autor:innen des deutschsprachigen Raums; ihr Ton verbindet bittere Gegenwartsdiagnose mit lakonischem Humor und großer Zärtlichkeit für ihre Figuren. „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe." greift mit Militarisierung, Rüstungswirtschaft und queerer Identität hochaktuelle Themen auf und übersetzt sie in die intime Form des Monologs. Dass das Stück gleich an mehreren großen Häusern inszeniert wird, belegt seine Resonanz.

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6. November 2026
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