Dienstag aus Licht
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Dienstag aus Licht

Karlheinz Stockhausen
Oper · 1993

Über das Werk

Dienstag aus Licht ist die vierte vollendete der sieben Opern in Karlheinz Stockhausens Zyklus Licht – Die sieben Tage der Woche. Begonnen 1977 und 1988–1991 fertiggestellt, wurde sie am 28. Mai 1993 an der Oper Leipzig uraufgeführt. Der Dienstag ist der „rote Tag" des Konflikts zwischen Michael und Luzifer; im Bild des Kriegsgottes Mars steht er für Auseinandersetzung und Schlacht. Besetzt ist die Oper für 17 Solisten – Sänger, Instrumentalisten und Tänzer-Mimen –, Chor, Orchester und elektronische Musik.

Handlung

Nach einem „Dienstags-Gruß" gliedert sich die Oper in zwei Akte. Der erste Akt, „Der Jahreslauf", war zugleich das allererste komponierte Stück des ganzen Zyklus: ein ursprünglich 1977 für japanisches Gagaku-Ensemble geschriebenes Werk, in dem Läufer den Lauf der Jahrtausende verkörpern und immer wieder durch Verlockungen aufgehalten werden. Der zweite Akt, „Invasion – Explosion mit Abschied", entfesselt eine gewaltige Klangschlacht: Michaels himmlische Trompeten kämpfen gegen Luzifers Posaunen, es kommt zu Verwundung, Tod und schließlich einem Abschied. Synthesizer und Elektronik verstärken das martialische Geschehen zu einem überwältigenden Klangkrieg.

Kulturelle Bedeutung

Dienstag aus Licht ist die Kriegsoper des Zyklus und zugleich ein eindringliches Antikriegs-Bild. Dass die Uraufführung 1993 an der Oper Leipzig stattfand, macht das Werk auch zu einem bedeutenden Kapitel der deutschen Operngeschichte nach der Wiedervereinigung. Mit „Der Jahreslauf" enthält die Oper das chronologisch erste Stück des gesamten Licht-Projekts. Die Verbindung von akustischen und elektronischen Kräften, von ritueller Strenge und theatralischer Wucht zeigt Stockhausens Klangdramaturgie auf einem Höhepunkt und macht den Dienstag zu einem der packendsten Teile der Heptalogie.

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