Die Kopien
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Die Kopien

Caryl Churchill
Theater · 2002

Über das Werk

Die Kopien (englisch „A Number") ist ein Theaterstück von Caryl Churchill, uraufgeführt 2002 am Royal Court Theatre in London. Das kurze, intensive Kammerspiel behandelt die ethischen und emotionalen Abgründe des menschlichen Klonens und gilt als eines der bedeutendsten Dramen über Identität im 21. Jahrhundert.

Handlung

Der alternde Salter wird mit einer erschütternden Wahrheit konfrontiert: Sein Sohn Bernard ist nicht das Einzige seiner Art – es existieren zahlreiche Klone von ihm. In einer Reihe knapper, aufgeladener Dialoge begegnet Salter nacheinander mehreren „Söhnen": dem verstörten Original, einem wütenden Klon und einem unbekannten Dritten. Stück für Stück enthüllt sich Salters Schuld – ein vernachlässigtes erstes Kind, das er weggab und durch eine Kopie zu ersetzen versuchte. Die Frage, was einen Menschen einzigartig macht und wie viel der Vater zu verantworten hat, bleibt quälend offen.

Kulturelle Bedeutung

Die Kopien ist ein Meisterwerk der Verknappung: In kaum einer Stunde und mit nur zwei Schauspielern (einer spielt alle Söhne) verhandelt Churchill Fragen von Identität, Natur und Erziehung, Schuld und Verantwortung. Das Stück nimmt die bioethischen Debatten des Klonzeitalters vorweg und besticht durch seine fragmentierte, von Auslassungen und Brüchen geprägte Sprache. Es gilt als Schlüsselwerk der zeitgenössischen Dramatik und wird international viel gespielt.

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