Die große Stille
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Die große Stille

Wolfgang Amadeus Mozart
Oper · 2026

Über das Werk

„Die große Stille" ist ein Musiktheater-Projekt von Christopher Rüping, Omer Meir Wellber und Malte Ubenauf mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, das am 15. März 2026 an der Staatsoper Hamburg uraufgeführt wurde. Es handelt sich nicht um eine eigenständige neue Opernkomposition, sondern um einen Abend, der aus Werken Mozarts schöpft – darunter selten gespielte Stücke wie das Lied „Das Veilchen". Regisseur Christopher Rüping und Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber verbinden Mozarts Musik mit einer futuristischen Rahmenerzählung.

Handlung

Die Rahmenhandlung entwirft eine ferne Zukunft: Eine kleine Gruppe von Menschen hält über die Musik Mozarts eine Verbindung zur Erde aufrecht. Aus dieser Konstellation heraus entfaltet der Abend ein Geflecht aus Mozart-Kompositionen. Der zweite Teil rückt Mozarts frühe Oper „Apollo et Hyacinthus" (KV 38) ins Zentrum, die 1767 an der Universität Salzburg uraufgeführt wurde. So verschränkt „Die große Stille" das musikalische Erbe Mozarts mit einer Science-Fiction-artigen Erzählung über Erinnerung, Verlust und das, was von der Menschheit bleibt.

Kulturelle Bedeutung

„Die große Stille" steht für eine zeitgenössische Form des Musiktheaters, die den Opernkanon nicht museal bewahrt, sondern neu kontextualisiert: Mozarts Musik wird zum Träger einer existenziellen, in die Zukunft projizierten Frage. Die Zusammenarbeit des für sein Sprechtheater bekannten Regisseurs Christopher Rüping mit dem Dirigenten Omer Meir Wellber an der Staatsoper Hamburg ist beispielhaft für den produktiven Austausch zwischen Schauspiel und Oper. Indem der Abend selten gespielte Mozart-Werke wie „Apollo et Hyacinthus" einbezieht, leistet er zugleich Repertoire-Archäologie.

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