Die Erwachsenen
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Die Erwachsenen

Rebekka Kricheldorf
Theater · 2006
KomödieZeitgenossenMilieustudie

Über das Werk

Rebekka Kricheldorfs Komödie wurde 2006 am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt und brachte der Autorin den Durchbruch in die deutschsprachige Theaterlandschaft. Das Stück ist eine scharfe Milieustudie über die sogenannte Generation Praktikum und die Schwierigkeit, erwachsen zu werden, wenn die traditionellen Lebensmuster — Arbeit, Familie, Wohnung — nicht mehr verfügbar sind.

Handlung

Eine Gruppe Anfang-30-jähriger trifft sich zum Abendessen bei der erfolgreichsten ihrer Clique, die gerade eine Eigentumswohnung gekauft hat. Die anderen sind mal freischaffend, mal arbeitslos, mal wieder im Praktikum. Zwischen ironischen Witzen, akademischen Zitaten und dem obligatorischen Beziehungs-Drama entstehen die Risse: Neid, Scham, die Angst, den Anschluss verpasst zu haben, die Frage nach Kindern und beruflicher Perspektive. Kricheldorf zeigt, wie die permanente Selbstinszenierung im sozialen Umfeld zum Ersatz für echte Lebensentscheidungen wird — und wie schmerzhaft die Bewältigung dieser Erkenntnis sein kann.

Kulturelle Bedeutung

Die Erwachsenen etablierte Kricheldorf als eine der treffsichersten Milieu-Analytikerinnen der deutschen Gegenwartsdramatik. Das Stück wurde an zahlreichen deutschsprachigen Bühnen gespielt und gilt als Generationenporträt der Post-1968er Pre-Kinder-Generation der 2000er Jahre. Kricheldorfs Stärke — dieses präzise Hinhören auf die verräterischen Nebensätze akademisch-liberaler Selbstgespräche — hat das zeitgenössische Theater nachhaltig beeinflusst.

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