Über das Werk
Camelot ist ein Musical von Frederick Loewe (Musik) und Alan Jay Lerner (Text und Buch), uraufgeführt 1960 am Broadway. Es war die letzte Bühnenzusammenarbeit des Erfolgsduos nach „My Fair Lady" und beruht auf T. H. Whites Artus-Roman „The Once and Future King".
Handlung
Der junge König Artus errichtet im sagenhaften Camelot eine Ordnung des Rechts und gründet die Tafelrunde, deren Ritter der Gewalt das Ideal der Ritterlichkeit entgegensetzen sollen. Er heiratet Guinevere, doch sie und der edle französische Ritter Lancelot verlieben sich ineinander. Der intrigante Mordred deckt die Affäre auf und zwingt Artus, gegen seine eigenen Gesetze zu handeln. Krieg zerstört die Tafelrunde; doch Artus schickt am Ende einen Knaben fort, damit dieser die Erinnerung an den „einen kurzen, leuchtenden Augenblick" namens Camelot bewahre.
Kulturelle Bedeutung
Camelot erhielt durch eine tragische historische Fügung besondere Bedeutung: Nach der Ermordung John F. Kennedys 1963 verglich seine Witwe Jacqueline die Kennedy-Jahre mit dem Musical, woraufhin „Camelot" zum Sinnbild einer idealistischen, verlorenen Ära der amerikanischen Politik wurde. Mit Richard Burton und Julie Andrews in den Hauptrollen der Uraufführung und dem Titellied wurde das Werk zu einem Broadway-Klassiker, der bis heute regelmäßig wiederaufgenommen wird.