Über das Werk
Anastasia ist ein Musical mit Musik von Stephen Flaherty, Gesangstexten von Lynn Ahrens und einem Buch von Terrence McNally, basierend auf dem Zeichentrickfilm von 1997 (und dem Spielfilm von 1956). Nach der Uraufführung in Hartford 2016 folgte 2017 die Broadway-Premiere. Romantisch und groß ausgestattet, verbindet das Stück eine sagenumwobene Geschichte um die letzte Zarentochter mit eingängigen Melodien und der Sehnsucht nach Heimat und Identität.
Handlung
Im revolutionsgeschüttelten Russland und im Paris der 1920er-Jahre rankt sich um das Schicksal der Zarenfamilie Romanow eine Legende: Könnte eine ihrer Töchter, die Großfürstin Anastasia, das Massaker überlebt haben? Der charmante Trickbetrüger Dmitry und sein Partner Vlad suchen eine junge Frau, die sie als verschollene Anastasia ausgeben können, um die ausgesetzte Belohnung der Großmutter in Paris zu kassieren. Sie finden die mittellose Straßenkehrerin Anya, die an Gedächtnisverlust leidet – und deren Erinnerungsfetzen verdächtig echt wirken. Während Dmitry und Anya einander näherkommen und ein sowjetischer Offizier sie verfolgt, verschwimmt die Grenze zwischen Schwindel und Wahrheit.
Kulturelle Bedeutung
Anastasia brachte den beliebten Animationsfilm auf die Bühne und vertiefte ihn um historische Hintergründe und neue Songs des renommierten Teams Flaherty und Ahrens. Mit Hits wie dem hoffnungsvollen „Journey to the Past" und dem verträumten „Once Upon a December" wurde es zum Publikumsliebling und einer international erfolgreichen Familienproduktion. Das Stück verbindet opulente Ausstattung mit einer zeitlosen Geschichte über Erinnerung, Zugehörigkeit und den Mut, eine neue Zukunft zu suchen.