Das Prinzregententheater in München wurde 1901 auf Veranlassung des Prinzregenten Luitpold als Münchner Pendant zum Bayreuther Festspielhaus erbaut und war ursprünglich als Wagner-Festspielstätte konzipiert. Das vom Architekten Max Littmann entworfene Gebäude verbindet späten Jugendstil mit Anklängen an die Bayreuther Bauweise und verfügt über einen versenkten Orchestergraben nach Wagners Vorbild. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Theater in den 1990er Jahren umfassend restauriert und 1996 wiedereröffnet. Heute ist das Prinzregententheater Sitz der Theaterakademie August Everding und bespielt sein Programm mit Studentenproduktionen, Gastspielen und Sonderveranstaltungen. Die Bayerische Staatsoper nutzt das Haus gelegentlich als zweite Spielstätte für besondere Produktionen. Mit seiner historisch bedeutenden Architektur und einer Kapazität von rund 1100 Plätzen ist das Prinzregententheater eine der wichtigsten Bühnen Münchens neben dem Nationaltheater und dem Gärtnerplatztheater. Die Akustik gilt als hervorragend und eignet sich besonders für Wagner und spätromantisches Repertoire.
Das Prinzregententheater wurde 1901 nach dem Vorbild des Bayreuther Festspielhauses errichtet — Prinzregent Luitpold wollte München eine Wagner-Bühne geben, deren amphitheatralisches Layout heute noch beeindruckt.
