Das Maxim Gorki Theater am Festungsgraben ist eines der profiliertesten Sprechtheater Berlins und das kleinste der Berliner Staatstheater. Untergebracht ist es in einem klassizistischen Bau, der 1827 als Sing-Akademie zu Berlin errichtet wurde — in diesem Saal saßen einst Goethe, Hegel und Mendelssohn als Konzertbesucher, bevor das Gebäude nach 1945 zum Theater umgewidmet wurde. Benannt nach dem russischen Schriftsteller Maxim Gorki, hat sich das Haus in den letzten Jahren als Zentrum eines postmigrantischen, gesellschaftspolitisch engagierten Theaters einen internationalen Ruf erworben und wurde mehrfach zum „Theater des Jahres" gewählt. Sein Repertoire setzt konsequent auf Diversität, Gegenwartsstoffe und neue Perspektiven.
Im selben Saal führte Felix Mendelssohn Bartholdy 1829 Bachs „Matthäus-Passion" wieder auf — die Aufführung löste die große Bach-Renaissance des 19. Jahrhunderts aus.
