Das Auditorium Bordeaux, eröffnet am 24. Januar 2013 nach Plänen des französischen Architekten Michel Pétuaud-Létang, ist die jüngste große Konzerthalle Frankreichs und Heimstätte des Orchestre National Bordeaux Aquitaine. Eingebettet in das Stadtviertel Belcier südlich des Bahnhofs Saint-Jean, zwischen Place Renaudel und Boulevard Albert 1er, ergänzt es das benachbarte Grand Théâtre und das Opernhaus der Stadt um einen dezidierten Konzertsaal höchsten technischen Niveaus. Das Auditorium wurde nach Vineyard-Prinzip konzipiert: 1.440 Plätze umfassen die zentral platzierte Bühne in ansteigenden Sitzterrassen, ein Modell das auf den Berliner Philharmonie von Hans Scharoun zurückgeht und dem Publikum maximale Nähe zum Orchester gewährt. Die Akustik wurde von Studio DAP, einem der renommiertesten europäischen Akustik-Ingenieurbüros, optimiert; das Haus zählt akustisch zu den besten Konzertsälen Frankreichs neben der Philharmonie de Paris und dem Auditorium de Lyon. Die markante Holzverkleidung aus heimischer Eiche prägt sowohl Saal als auch Foyer. Neben dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, das hier seine Saison spielt, gastieren regelmäßig französische und internationale Orchester wie das Orchestre de Paris, die Münchner Philharmoniker und das London Symphony Orchestra. Das Programm reicht von Sinfonik über Kammermusik bis zu Jazz und World Music; das jährliche „L'Été Métropolitain"-Festival nutzt das Haus als zentralen Spielort. Die Konzerte werden teilweise im Rahmen der Sendung „Concert symphonique" auf France Musique übertragen.
Eines der wenigen Konzerthäuser in Frankreich nach dem Vineyard-Prinzip — die Bühne sitzt mittig im Saal, Zuhörer sind auf allen Seiten, kein Sitzplatz ist weiter als 27 Meter von der Bühne entfernt.
