Über das Werk
Zwischenspiel ist eine 1904/05 entstandene Komödie in drei Akten, die Arthur Schnitzler am 12. Oktober 1905 am Burgtheater Wien zur Uraufführung brachte.
Handlung
Der Kapellmeister Amadeus Adams und die Opernsängerin Cäcilie einigen sich, ihre Ehe als offene Freundschaft ohne Treuepflicht weiterzuführen. Als in Berlin Gerüchte über eine Affäre Cäciliens mit einem Fürsten aufkommen, wird Amadeus doch eifersüchtig und will sie zurückgewinnen; nach einer letzten gemeinsamen Nacht erkennen beide, dass die Ehe nicht zu retten ist, und trennen sich.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung erhielt laut Schnitzlers Tagebuch gemischten Beifall, im dritten Akt sogar Zischen; er selbst nannte das Stück später „im ganzen doch ein schwaches Theaterstück". Literaturwissenschaftlich gilt Zwischenspiel trotzdem als aufschlussreicher Versuch über die Grenzen der offenen Ehe als modernem Eheideal um 1900.