Über das Werk
Lokalposse mit Gesang in drei Aufzügen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 24. September 1835 im Theater an der Wien; die Simultanbühne zeigte zwei übereinanderliegende Wohnungen gleichzeitig.
Handlung
Im Erdgeschoss haust die verarmte Familie Schlucker, im ersten Stock der reiche Spekulant Goldfuchs; deren Kinder Adolph und Emilie lieben sich heimlich. Ein Lottogewinn der Schluckers und der finanzielle Ruin Goldfuchs’ kehren die Verhältnisse um, bis sich zeigt, dass Adolph der Erbe eines vermögenden, lange abwesenden Vaters ist – die Standesschranken lösen sich auf, und das Paar heiratet.
Kulturelle Bedeutung
Die zweigeschossige Simultanbühne sorgte für großes Aufsehen und trug wesentlich zum außergewöhnlichen Erfolg von 134 Aufführungen bei; das Stück gilt bis heute als eine der prägnantesten Auseinandersetzungen Nestroys mit dem Gegensatz von Arm und Reich.