Über das Werk
Donizetti komponierte Zoraida di Granata 1821/22 im Auftrag des Impresario Giovanni Paterni, vermittelt durch seinen früheren Lehrer Simon Mayr, als Opera seria in zwei Akten nach einem Libretto von Bartolomeo Merelli. Die Uraufführung am 28. Januar 1822 am Teatro Argentina in Rom war Donizettis erster großer Erfolg in der italienischen Hauptstadt.
Handlung
Während der Belagerung Granadas durch die Spanier begehrt der maurische Usurpator Almuzir die entthronte Königstochter Zoraida, die jedoch seinen Feldherrn Abenamet liebt. Um dessen Leben zu retten, willigt Zoraida scheinbar in die Hochzeit mit Almuzir ein; ein heimliches Treffen im Garten wird entdeckt, bis Abenamet den Usurpator zum Geständnis zwingt und die Liebenden vereint werden.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung geriet zur Zerreißprobe: Kurz vor der Premiere erkrankte der vorgesehene Tenor tödlich, sodass Donizetti die Partie des Abenamet über Nacht für eine Altstimme umschreiben musste. Der Erfolg verschaffte ihm einen Vertrag mit dem Impresario Domenico Barbaja und den Weg nach Neapel. Danach geriet die Oper in Vergessenheit und wird erst seit den 2020er Jahren wiederentdeckt, unter anderem 2023 bei den Wexford Festival Opera in einer Koproduktion mit dem Donizetti Opera Festival Bergamo.
