Zenobia
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Zenobia

Johann Adolph Hasse
Oper · 1761

Über das Werk

Zenobia ist eine Opera seria in drei Akten von Johann Adolph Hasse nach Pietro Metastasios gleichnamigem Libretto, das auf Tacitus' Annalen (Buch XII) zurückgeht und zuvor bereits 1737 in der Vertonung Giovanni Bononcinis in Wien uraufgeführt worden war. Hasses eigene Vertonung erlebte ihre Uraufführung im Karneval 1761 am Wiener Burgtheater; im selben Jahr, am 7. Oktober, wurde sie auch am Königlich-Polnischen Opernhaus in Warschau gespielt.

Handlung

Die Handlung spielt im antiken Armenien am Ufer des Araxes. Zenobia, Tochter des armenischen Königs, ist mit dem Partherprinzen Tiridate verlobt, hat aber heimlich den iberischen Prinzen Radamisto geheiratet. Als politische Wirren Radamisto den Mordverdacht einbringen, versucht das Paar zu fliehen; aus Verzweiflung ersticht Radamisto sich und Zenobia und wirft sie in den Fluss, doch beide überleben getrennt. Als Tiridate eintrifft, um seine Braut einzufordern, entwirren sich die Verwicklungen um den falschen Freund Zopiro erst, als die Wahrheit über die ursprüngliche Verschwörung ans Licht kommt und Versöhnung möglich wird.

Kulturelle Bedeutung

Metastasios Text zählt mit rund dreißig Vertonungen zwischen 1737 und 1800 zu den meistgenutzten Operntexten des 18. Jahrhunderts; Hasses Fassung entstand damit inmitten einer langen Reihe konkurrierender Bearbeitungen desselben Stoffs.

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