Über das Werk
Zémire et Azor ist eine Comédie-ballet in vier Akten von André Grétry nach einem Libretto von Jean-François Marmontel, uraufgeführt 1771 im Schloss Fontainebleau. Marmontel verlegte den Stoff von „Die Schöne und das Biest“ nach Jeanne-Marie Leprince de Beaumont in ein orientalisierendes Ambiente.
Handlung
Der Kaufmann Sander gerät in die Gewalt des ungeheuerlichen Azor, nachdem er in dessen Zaubergarten eine Rose gepflückt hat, und darf nur überleben, wenn eine seiner Töchter seinen Platz einnimmt. Zémire opfert sich für ihn; im verwunschenen Schloss erkennt sie hinter Azors abstoßender Gestalt dessen Güte und verliebt sich in ihn, wodurch der Fluch einer bösen Fee gebrochen wird.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk wurde zu Grétrys größtem internationalen Erfolg und war die erste französische Opéra comique, die außerhalb Frankreichs nachgespielt wurde; zahlreiche Übersetzungen und Bearbeitungen folgten in ganz Europa und Amerika.
