Über das Werk
Einaktige Oper des japanischen Komponisten Ikuma Dan nach dem gleichnamigen Schauspiel von Junji Kinoshita (1949), das auf einer japanischen Kranfrau-Sage beruht. Dan hatte zunächst die Bühnenmusik zu Kinoshitas Stück geschrieben und überzeugte den Autor anschließend, den Text fast unverändert als Operlibretto freizugeben; die Uraufführung fand am 30. Januar 1952 in der Asahi Hall in Osaka statt, eine überarbeitete Fassung folgte 1957 beim Zürcher Musikfestival.
Handlung
Die kranichgestaltige Frau Tsu nimmt menschliche Form an und heiratet den armen Fischer Yohyo, der ihre wahre Natur nicht kennt. Als Yohyo, gedrängt von gierigen Dorfbewohnern, von ihr feines Tuch aus ihren eigenen Federn verlangt, fliegt ihr Geheimnis auf, und Tsu muss ihn für immer verlassen.
Kulturelle Bedeutung
„Yūzuru“ gehört seit 1952 zu den meistgespielten Werken des japanischen Opernrepertoires und wurde seither nahezu 1000 Mal aufgeführt. Es zählt zu den ersten Werken, die traditionelle japanische Erzählstoffe mit durchkomponierter westlicher Operntechnik verbanden, und gilt als Meilenstein der japanischen Operngeschichte.